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Übersetzung aus dem Armenischen ins Russische

Übersetzung aus dem Armenischen ins Russische in Nishnij Nowgorod

Das Übersetzungsbüro Alba bietet Übersetzungs- und Dolmetschleistungen für Armenisch, gern auch für Sie Übersetzungen aus dem Russischen ins Armenische in Nishnij Nowgorod. Nachdem Armenien im September 1991 aus dem Bestand der UdSSR ausgetreten war, wurde die armenische Literatursprache einzige Amtssprache in Armenien. Obwohl viele Bürger Armeniens das Russische beherrschen, werden sämtliche Dokumente in diesem Land ausschließlich auf Armenisch abgefasst. Somit treffen russische Bürger, die nach Armenien ausreisen, und russische Organisationen, die Partnerschaftsbeziehungen in diesem Lande unterhalten, auf die Notwendigkeit, Übersetzungen aus der bzw. in die armenische Sprache anzufertigen oder anfertigen zu lassen. Unser Übersetzungsbüro hat erfahrungsgemäß viel mit Übersetzungen von Verträgen und Vereinbarungen, von Pässen, Ehe- oder Scheidungsurkunden oder Immobilienpapieren zu tun, die aus dem Armenischen übersetzt werden müssen. Wenn erforderlich, kann die Übersetzung aus dem Armenischen notariell oder mit dem Siegel unseres Übersetzungsbüros beglaubigt werden.

Die armenische Sprache gehört zur indoeuropäischen Sprachfamilie und ist Amtssprache der Republik Armenien, wie auch der Republik Bergkarabach. Die armenische Schriftsprache basiert auf einem eigenständigen armenischen Alphabet. Die meisten Wissenschaftler zählen das Armenische zu einem eigenständigen Zweig innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie, obgleich es eine Meinung gibt, die dahin geht, dass das Armenische eng verwandt mit dem Griechischen und dem Indoiranischen sei. Die Gesamtzahl der Armenisch Sprechenden beträgt weltweit etwa 6,4 Millionen.

Geschichte der armenischen Sprache

Altgriechische Quellen verweisen darauf, dass das Armenische von der Sprache der Phrygier abstammt. Eine Anzahl von Wissenschaftlern ist der Meinung, dass sich die Vorfahren der Armenier von den Phrygiern abgespalten haben könnten, noch ehe die Schriftsprache aufkam, wonach die armenische Sprache unter einen starken Einfluss von Seiten der anderen Sprachen im Kaukasus kam. Dieser Standpunkt fußt auf Überlieferungen des Historikers Herodot (Bd. VII, Kap. 73), wonach es heißt, dass"Armenien eine phrygische Kolonie" sei.

Das Aufkommen der armenischen Sprache ist eng mit dem Prozess der Formierung des Armenischen Volkes verbunden. Erste Erwähnungen des Armenischen als Sprache datieren auf das fünfte Jahrhundert unserer Zeit, als der Sprachgelehrte und Übersetzer Mesrop Maschtoz (361/362 – 440 u.Z.) die Bibelins Armenische übersetzt hat. Mit dem Namen Mesrop Maschtoz wird ebenfalls die Schriftsprache der armenisch-katholischen und armenisch-apostolischen Kirche in Verbindung gebracht. Mesrop Maschtoz gilt als der erste Übersetzer für Armenisch.

Das klassische Altarmenisch («Grabar») entwickelte sich im Prinzip dank der armenischen Geistlichkeit. Im Weiteren wurde Armenisch eine kanonische Sprache und hörte auf, sich zu entwickeln, jedoch entwickelte sich die vom Volke gesprochene armenische Sprache weiter.

Altarmenisch wird zusammen mit dem Mittelarmenischen als Literatursprache bis Anfang des XIX. Jahrhunderts verwendet. Dann schrieb Chatschatur Abowjan (1809-1848) das erste literarische Werk in modernem, gesprochenem Armenisch, das die Bezeichnung"Aschcharabar" (bzw."Weltliches Wort" bzw. Neuostarmenisch) erhielt. Abowjan ist ebenfalls durch seine Übersetzungen von Werken Homers, Schillers, Goethes, Karamzins, Krylows und weiterer Schriftsteller seiner Zeit ins Armenische bekannt geworden. Altarmenisch wird bis heute beim Gottesdienst der armenisch-apostolischen und armenisch-katholischen Kirche verwendet.

Mittelarmenisch Sprache entstand ab dem XII. Jahrhundert und entwickelte sich zur Sprache weltlicher Werke, die Verbreitung bei einem recht weit gefächerten Leserkreis fanden (neben Poesie auch Fachtexte aus der Rechtswissenschaft, Medizin und Landwirtschaft). Aufgrund des Aufschwungs, den das städtische Leben nahm, und durch den Handel mit Ost und West, wurde Mittelarmenisch Landessprache im Königreich Kleinarmenien (das Armenische Königreich von Kilikien).

Die heutige armenische Literatursprache begann, sich Anfang des XIX. Jahrhunderts herauszubilden und unterscheidet sich erheblich vom Mittelarmenischen, sowohl im grammatikalischen Aufbau, als auch von der Lexik her. Im Jahre 1828 wurde das Territorium von Armenien im Friedensvertrag von Turkmantschai zwischen dem Osmanischen Reich, Russland und Persien aufgeteilt, was für die Armenier Folgen hatte: Ein großer Teil von ihnen siedelte nach Transkaukasien über, wo heute das Staatsgebiet von Aserbaidshan ist (auch nach Bergkarabach) und auf das Gebiet des heutigen Armenien, das bis zum Jahre 1918 die Bezeichnung Khanat Jerewan trug. Am Ende bildeten sich zwei Varianten der armenischen Literatursprache heraus:"Westarmenisch» (Türkisch-Armenien) und «Ostarmenisch» (Gebiet des heutigen Armenien).

Interessante Fakten zur armenischen Sprache:

• Die noch lebende Sprache mit den engsten verwandtschaftlichen Beziehungen zum Armenischen ist Griechisch.
• Yeghishe, armenischer Historiker aus dem V. Jahrhundert, hat sich in seinem Werk «Deutung der Schöpfung» wie folgt über seine, die armenische Sprache geäußert: «Nach dem Zerfall der einen großen Sprache kam die Schönheit: Die Sprache der Griechen ist zärtlich, die der Römer ist schroff, die der Hunnen wirkt bedrohlich, die des Syrers flehentlich, die des Persers wirkt luxuriös, die der Alanen ist farbenreich, die der Goten verleitet zum Lächeln, die der Ägypter trägt es wörtlich bis in den verstecktesten und finstersten Winkel, die des Inders ist schrill, und die des Armeniers köstlich und mächtig, weil diese Merkmale aller dieser Sprachen in sich vereint. Und wie die Farbe als Farbe im Vergleich zu einer anderen Farbe hervorkommt, und ein Antlitz im Vergleich zum Antlitz, und Größe zu Größe, Kunst zu Kunst, so wird das Ding im Vergleich zum Ding zu diesem, und auch die Sprache wird im Vergleich zur anderen Sprache erst schön».
• Das Armenische kennt ein entwickeltes System der Interpunktion, das sich stark von der Interpunktion unterscheidet, wie sie im Russischen oder in anderen europäischen Sprachen üblich ist. So kann z.B. der Doppelpunkt («Wertschaket» bzw. Endpunkt) im Armenischen durchaus dem russischen Punkt als Satzendzeichen entsprechen, aber auch dem Komma, Bindestrich oder Doppelpunkt im Russischen entspricht ein gesondertes erläuterndes Zeichen («But»), das an den Apostroph in den europäischen Sprachen erinnert. Das Fragezeichen ("khartsakan nshan") wird im Armenischen nicht am Ende des Satzes gesetzt, sondern über den letzten Vokal des Wortes, das die Frage zum Ausdruck bringt (z.B. Որտեղի՞ց ես գալիս: Wo kommst du her?). Mit dem Ausrufezeichen verhält es sich ähnlich.
• Bis auf den heutigen Tag sind über 25 Tausend Schriftzeugnisse der armenischen Literatur erhalten geblieben, die aus dem Zeitraum vom V. bis zum XVIII. Jahrhundert stammen. In der Handschriftensammlung von Jerewan sind etliche Tausend Manuskripte auf Armenisch archiviert.
• Das erste auf Armenisch geschriebene Buch («Urbatagirk» oder «Buch Freitag») wurde 1512 in Venedig gedruckt, großen Anteil daran hatte die aufklärerische Tätigkeit des Geistlichen Hakop Meghapart. Diesem ersten gedruckten Werk ist es zu verdanken, dass Armenisch die erste der Sprachen Asiens und der GUS-Staaten ist, in der Bücher gedruckt worden sind.
• Die erste Universalenzyklopädie (die «Armenische sowjetische Enzyklopädie») wurde in den Jahren 1948 - 1987 unter Redaktion von А. Ambartsumyan und К. Khudaverdyan auf Armenisch herausgegeben.
• Das Zeichen @ wird nur im Armenischen und im Russischen als «собачкa» („Hündchen“) bezeichnet. In anderen Sprachen finden sich noch abenteuerlichere Bezeichnungen für dieses Zeichen, wie «Klammeraffe»,"Schnecke" oder, auf Hebräisch, «Strudel», oder «Mondohr» auf Kasachisch.
• Armenien war das erste Land, dass das Christentum im Jahre 301 zur Staatsreligion erhoben hat.
Der Gottesdienst wird nach armenischem Ritus zelebriert. Die armenisch-apostolische Kirche vertritt die monophysitische Richtung im Christentum, nach der Christus nur eine Natur habe, und dass diese göttlich sei.