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Übersetzung aus dem Moldawischen ins Russische (Rumänischen)

Übersetzung aus dem Moldawischen (Rumänischen): Übersetzung von Pässen in Nishnij Nowgorod

Das Übersetzungsbüro Alba bietet Übersetzungen von Texten unterschiedlicher Thematik aus dem Moldawischen (Rumänischen) ins Russische und aus dem Russischen ins Rumänische (Moldawische). Der Bedarf an Übersetzungen aus dem Moldawischen (Rumänischen) ist nach dem Austritt Moldaviens aus dem Bestand der UdSSR erheblich angestiegen. Am häufigsten sind Übersetzungen von privaten Dokumenten mit notarieller Beglaubigung aus dem Moldawischen gefragt, einschließlich Übersetzungen von Ehe-, Geburts- oder Scheidungsurkunden, polizeiliche Führungszeugnisse, Abmeldebescheinigungen, Wehrpässen, Auszüge aus dem Personenstandsregister und Übersetzungen von moldawischen Pässen aus dem Moldawischen. Übersetzungen aus dem Russischen ins Moldawische, sowie Dolmetschleistungen Moldawisch sind weniger gefragt, sind jedoch auch bei uns im Angebot. Jedwede Übersetzung in das oder aus dem Moldawischen wird von moldawischen bzw. rumänischen Muttersprachlern angefertigt, die über eine philologische Hoch- oder Fachschulausbildung verfügen.

Moldawisch (Rumänisch) sind von ihrem Wesen her eine und dieselbe Sprache. Der Unterschied in der Bezeichnung des Moldawischen und des Rumänischen lassen sich eher mit politischen Motiven erklären, als mit linguistischen Faktoren. Die Moldawische Mundart gehört zur nordöstlichen Variante des gesprochenen Rumänisch, die auf dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Moldau (das Teile des heutigen Moldawien und Rumänien umfasst hatte) Verbreitung gefunden hat. Die moldawische Mundart ist eine der fünf Varianten der gesprochenen rumänischen Sprache, deren literarische und Schriftvarianten identisch sind. Somit ist der Fluss Pruth (Grenzfluss zwischen Rumänien und Moldawien) ist nur politische, aber keine Sprachgrenze.

Rumänisch sprechen derzeit 24 – 28 Millionen Menschen, vorwiegend in Rumänien und Moldawien. Rumänisch ist ebenfalls Amtssprache in der Autonomen Provinz Vojvodina (Wojwodina) in Serbien und eine der offiziellen Sprachen der Europäischen Union. Rumänisch als Fremdsprache wird in Ländern unterrichtet, wo es Rumänisch sprechende Gemeinschaften gibt (Serbien, Bulgarien, die Ukraine und Ungarn). Das rumänische Kulturinstitut (http://www.icr.ro/) organisiert seit 1992 Kinderferienlager im Sommer, wo die Kinder Rumänisch lernen können. Zentren zum Studium der rumänischen Sprache gibt es insgesamt in 38 Ländern der Welt (so auch in Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande).

Moldawisch (Rumänisch) baut auf dem lateinischen Alphabet auf. Bis 1989 gab es ebenfalls zwei Varianten des Kyrillischen Schriftes, und zwar hatte das Moldawische bis zum Jahre 1857 eine rumänische Kyrillika, und von 1940 bis 1980 ein kyrillisches Alphabet. Die kyrillische Schrift wird heute nur in der Republik Transnistrien (in der rumänischen Kurzform Stînga Nistrului) verwendet.

Geschichte der moldawischen (rumänischen) Sprache

Die Geschichte des Rumänischen beginnt mit der Eroberung des heutigen Territoriums von Rumänien durch die Römer im Jahre 106 u.Z. Da das neue Territorium reich an Bodenschätzen war (insbesondere Silber und Gold), wurde es von den Römern auch dicht besiedelt, die wiederum das Vulgärlatein mit sich brachten. Latein war lange Zeit über die Sprache der Mächtigen und des Handels und wurde zur Grundlage für die protorumänische Sprache. Im III. Jahrhundert u.Z. verließen die Römer unter dem Druck der örtlichen Bewohner Dakiens und und der gotischen Stämme das Gebiet des heutigen Rumänien und Moldawien. Dakien war die erste Provinz, die die Römer im Jahre 271 u.Z. verließen. Die Frage danach, als was die Bewohner von Rumänien und Moldawien heute gelten, Nachfahren der Römer oder der Stämme, die die Römer vertrieben haben, wird wohl nie bis in alle Einzelheiten geklärt werden können.

Aufgrund der geographischen Isolation wurde Rumänisch die erste der romanischen Sprachen, die sich eigenständig und vom Latein unabhängig entwickelt hat. Bis Mitte des XVIII. Jahrhunderts gab es praktisch keinen Einfluss von Seiten anderer romanischer Sprachen. Die meisten rumänischen Dialekte wurden vom VII. bis zum X. Jahrhundert, als Rumänien unter die Herrschaft des Byzantinischen Reichs geriet, in der protorumänischen Sprache unifiziert. Beginnend ab dem X. Jahrhunderts kam es zu Interferenzen des Rumänischen (Moldawischen) mit slawischen Sprachen und in gewissem Grade auch mit dem Griechischen, später noch mit dem Türkischen und dem Ungarischen.

Nach dem Anschluss Bessarabiens an Russland im Jahre 1812 wurde Moldawisch gemeinsam mit Russisch als Amtssprache im Gouvernement Bessarabien anerkannt. Mit der Zeit hat Russisch Sprache auf dem Gebiet Moldawiens eine immer größere Verbreitung erfahren. 1829 hat Russland Bessarabien den Autonomiestatus aberkannt und in Zusammenhang damit auch die Verwendung des Moldawischen in offiziellen Verlautbarungen. Von der Zeit an wurden sämtliche Gesetzesakte nur auf Russisch veröffentlicht, und es wurde eine siebenjährige Übergangsperiode eingeführt, während derer die Gesetzesakte auch auf Rumänisch gültig waren. Von 1871 bis 1905 war Russisch die einzige Amtssprache des Gebiets, was dazu führte, dass die sprachliche und kulturelle Konfrontation zunahm. In den Jahren 1905 – 1906 haben die bessarabischen Landschaftsvertretungen (Semstwo) mehrmals darum gebeten, ihnen das Recht einzuräumen, wenigstens den Unterricht in der heimischen Muttersprache führen zu dürfen. In diesen Zeitraum fällt auch das Erscheinen der ersten Zeitungen und Zeitschriften in rumänischer Sprache. Im Jahre 1913 hat die Synode den Kirchen auf dem Gebiet Bessarabiens erlaubt, die rumänische Sprache im Gottesdienst zu verwenden.

Interessante Fakten über die moldawische (rumänische) Sprache

• in der Verfassung Moldawiens wird als Amtssprache des Landes Moldawisch festgelegt, in der Unabhängigkeitserklärung Rumänisch. Das Gesetz «zur Funktion der Sprachen auf dem Gebiet der Moldawischen SSR» aus dem Jahre 1989 spricht von einer «moldawisch-rumänischen Sprachidentität». Nach politischen Debatten zur Bezeichnung der Sprache hat diese Frage erneut an Aktualität gewonnen, und im Jahre 2000 hat eine Gruppe von rumänischen Linguisten entschieden, dass die Bezeichnung «Moldawisch» als Sprache unwissenschaftlich sei. Der Versuch des Präsidenten Moldawiens, Mírcea Snegur, die Bezeichnung des «Rumänischen» als Landessprache offiziell einzuführen, wurde von den moldawischen Parlamentariern als Manifestation des «rumänischen Expansionismus» zurückgewiesen. Im Jahre 1476 hat ein polnischer Chronist geschrieben, dass die Moldauer und die Walachen (Bewohner einer historischen Provinz im Süden Rumäniens) ein und dieselbe Sprache sprechen;
• Rumänisch (Moldawisch) ähnelt dem Latein mehr als viele andere romanische Sprachen. Das Rumänische hat fünf grammatische Fälle (von sieben im Latein) erhalten, sowie das sächliche Geschlecht (Genus) und eine Form der Bildung der Tempi verbi, die eng an das Lateinische angelehnt ist;
• Im Jahre 2003 wurde ein rumänisch-moldawisches Wörterbuch herausgegeben, das vom ehemaligen Abgeordneten Wassili Stati verfasst wurde. Das Wörterbuch enthält 19.000 Wörter auf 340 Seiten und erschien in einer Auflage von 5.000 Exemplaren;
• Nach Angaben der Bevölkerungszählung aus dem Jahre 2004 gaben 16,5 % der Bevölkerung von Moldowa (558.508 Ew.) an, dass ihre Muttersprache Rumänisch sei, und 60 % plädierten für Moldawisch.

Diskussion Moldawisch im Übersetzerforum.